AVIAN »From The Depths Of Time«

AVIAN? Komischer Name. Klingt wie ein Duftwässerchen... Ist jedenfalls starker Tobak, was der amerikanische Gitarrist Yan Leviathan 55 Minuten lang vom Stapel läßt. Er hat fähige Musiker um sich geschart, die - entgegen meinem ersten Eindruck - nicht pausenlos frickeln, sondern auch viele straight rockende Parts durch die Boxen jagen, etwa in "Black Masquerade". Daneben laden drei gelungene instrumentale Intermezzi zum Verweilen ein. Trotzdem dürften die meisten bei "From The Depths Of Time" schnell das Weite suchen. Das Grundübel ist das Fehlen einer ordnenden Hand; das wirkt sich in allen Bereichen negativ aus. Vor allem weisen zuviele der 10 "richtigen" Songs eklatante Schwächen auf. Sie machen einen unfertigen Eindruck, sind zerklüftet, wo Straffheit gefordert wäre. Oder die zahlreichen Fills: Normalerweise das Salz in der Suppe, wirken sie hier eher störend, wie Fremdkörper. Die Platte kommt insgesamt holprig rüber, und Hektik bestimmt das Geschehen. Das wiederum sorgt beim Zuhören schnell für Verwirrung - und genauso schnell geht dann der Daumen des Kritikers nach unten. Das hätte sich vermeiden lassen, wenn der ehemalige BALANCE OF POWER-Sänger Lance King nicht bei dem Versuch, die ganze Chose zusammenzuhalten, gescheitert wäre. Für meinen Geschmack hat er sich mit Produktion, Mix und Leadgesang eindeutig zuviel aufgehalst: Er überzeugt auf keinem Gebiet zu 100 %. Gerade die treibenden Parts haben keine Power, sind halbherzig und ohne Durchschlagskraft gespielt. Die Musik klingt flach, weist keine Höhen und Tiefen auf. Wie will man mit einer derart farblosen Inszenierung den Hörer überzeugen?! Noch übler fällt das Resümee bei den Songs aus: Angesichts des immensen Aufwandes, den AVIAN betreiben, ist ein einziges echtes Highlight ("Time Is All We Need") ein mehr als mickriger Ertrag. Und selbst das zerschreddert der übereifrige Yan Leviathan nach tollem Beginn (schöne Melodie, warmer Gitarrensound) am Ende fast noch...

Kurzum: Viel Lärm um (fast) nichts. Beim nächsten Mal bitte nicht alles so vollknallen!

Michael Schübeler

 

THE UNCHOSEN »In my Head«

Harte Rockmusik mit leicht poppigem, alternative Touch präsentieret uns die frische Band aus England, THE UNCHOSEN. Vorab zum Debüt gab es noch eine Maxi, »Billy Jean«, der all time Pop Klassiker von Jacko, plus 2. Nur sind alle drei Songs auch auf dem Debüt enthalten, so daß sich die Maxi absolut nicht lohnt und mit dem kurze Zeit später erschienenem Debüt erledigt hat.

Der leicht rauhe Gesang von Garts ist angenehm zu hören, erinnert leicht an BAD RELIGION-Tonlage. Die Musik an sich versucht, dem Song zu folgen, was der Band jedoch nicht immer gelingt. Zu viele Abweichungen von der imaginären Linie und vor allem auch 180 Grad-Stimmungsschwankungen ab und an sorgen für ein leichtes Durcheinander. Ein straighter Song wie "In my Head" hätte das Zeug zu 'ner Hymne, wie auch "My Son" ein guter Softrocker ist, der sich schön im Radio anschmeicheln könnte. Teilweise spielen THE UNCHOSEN aber auch mit Psych- und Hypnoparts, zerstören viel davon jedoch wieder mit sperrigen Soundeffekten.

Unterm Strich bleibt 'ne CD, die okay ist, bei der aber mehr drinne gewesen wäre.

oje

 

PROTO-KAW » The wait of Glory«

Progressiver Hard Rock mit dezenter Metal Schlagseite kommt von PROTO-KAW, die derzeit in den Metal und Rock Medien zurecht hoch gelobt werden. Zehn Stücke lang bietet "The wait of glory" ein multiinstrumentales, bisweilen gar düsterisch melancholisches Festessen: Ein Ex-Mitglied der legendären KANSAS, die weit vor dreißig Jahren aus dem Quark krochen, plus weitere Herren firmieren nun seit 2001 unter dem Banner PROTO-KAW und liefern eine Mischung ab, die mich manchmal an GARY MOORE, dann aber wieder DEEP PURPLE und RAINBOW sowie an einige DREAM THEATER Versatzstücke erinnern, was insgesamt sehr organisch klingt und extrem differenziert aufgenommen wurde. Hin und wieder etwas bluesig, dann aber auch hart rockend bekommt ihr hier mehr als nur eine Standard Rockbesetzung geboten, haben sich doch neben Gitarre, Bass und Drums einige verschiedene Sänger eingebracht, die die Stücke perfekt in Szene setzen und z.B. beim ersten Track bereits Gänsehautfeeling aufkommen lassen. Desweiteren kommen hier Instrumente wie Flöte, Saxophon, Orgel und Keyboards zum Einsatz, was einige brilliante I-Tüpfelchen auf die Scheibe setzt. Derzeit sind die Jungs noch auf Tour mit PALLAS, dürften aber insgesamt eben mehr das gediegenere Progressive Rock Publikum ansprechen, statt die wilden jungen Banger von heute. Freaks mit Bock auf Bombast, Emotion, Tiefe und Epik sollten sich unbedingt mal der unglaublichen Bandbreite von PROTO-KAW ergeben und ein Ohr riskieren.

Dirk

 

FLAGSHIP »Maiden Voyage«

Gerade vermeintlich ruhiger Musik, die mit Hardrock oder Heavy Metal wenig bis nichts zu tun hat, wohnt oft eine enorme Spannung inne. Bei FLAGSHIP und ihrem Debüt "Maiden Voyage" hätte ich mir aber doch mehr Biß gewünscht. Christian Rivel und Linus Kase, beide hauptamtlich bei NARNIA, stellen eine CD vor, die musikalisch auf Anhieb überzeugt, aber irgendwie nicht mitreißt. Ein Teil der Qualität bleibt selbst nach eingehender Beschäftigung unter dem Kopfhörer verborgen. Dazu ist die Musik einfach zu Gesangs- und Keyboarddominiert. Was zwar nicht verwundert, weil Tastenmann KASE für die Produktion verantwortlich zeichnet, aber zumindest mir den Zugang erschwert hat. Unter all dem Bombast geht etwa die Gitarre oftmals völlig unter. Und das ist bedauerlich, denn Carljohann Grimmark (ebenfalls NARNIA) kann ja tatsächlich SPIELEN. Das tut er hier auch, doch man muß eben genau hinhören, um es zu bemerken und verfolgen zu können. Hätten ihn die beiden Initiatoren doch Akzente setzen lassen! Diese Chance hat man vertan, weshalb "Maiden Voyage" also schon mal nicht so gut ist, wie es sein könnte. Die Melodien sind an sich fluffig, bleiben aber eher in der Luft als im Ohr hängen, weil sie zu pomadig vorgetragen werden. Zu viele der 47 Minuten plätschern dahin. Erstaunlich finde ich, dass FLAGSHIP gerne in den Refrains das Tempo anziehen. Bezeichnend, dass der beste Titel eine Fremdkomposition ist: "Ground Zero" stand 1980 auf dem superben Soloalbum "Seeds Of Change" von Kerry Livgren. Der KANSAS-Gitarrist ließ es sich nicht nehmen, zur Interpretation seiner Bewunderer ein Solo beizusteuern. Hier wird, auch durch die Hinzunahme von Per Hallman als zweitem Sänger, endlich Spannung erzeugt, und genau das fehlt der Hälfte des Materials. Die anderen beiden sind "Your Throne", dessen kerniges Bassfundament Leben in die Bude bringt, sowie das wendungsreiche "Windy City", das mit ebenfalls härteren Parts gut auf und ab geht. Bei den übrigen 3 Songs bremst der Pomp das Adrenalin, führt ein zu strenges Regiment.

Die Hommage an KANSAS ist FLAGSHIP vollauf gelungen; viel mehr ist "Maiden Voyage" aufgrund der Mängel im Songwriting und des unausgewogenen, säuseligen Sounds, der die über weite Strecken arg seichte Musik noch zusätzlich verwässert, aber leider nicht geworden. Das ändert sich vielleicht, wenn in Zukunft mehr Eigenständigkeit hinzukommt. Aber diesmal hat es noch nicht zu einem Volltreffer gereicht.

Michael Schübeler

 

HYSKAL »Insight«

Ich hatte zwar vier Jahre Französischunterricht, doch da es mir in dieser Zeit nicht gelang, den Schlüssel zu dieser seltsamen Sprache zu finden, habe ich längst alles wieder vergessen. Im vorliegenden Fall ist das echt schade, denn "Insight" ist ein interessantes und vor allem ungemein facettenreiches Konzeptalbum. HYSKAL sind brillante Musiker, und was noch besser ist: sie haben ein Saxophon in ihren Sound integriert. Viele können das Getute auf den Tod nicht ausstehen, ich finde es - mit Bedacht eingesetzt - affengeil. Darauf versteht sich diese Band sehr gut; so gut, dass die Stücke mit Sax ganz klar die besten auf dieser Platte sind. Unbedingt anhören muß man sich "Introspection", einen von insgesamt vier Instrumentaltiteln. Da geht jedem Musikliebhaber unweigerlich das Herz auf, ohne dass es weich oder dudelig klingt. Bemerkenswert, wie locker und selbstbewusst HYSKAL aufspielen. Die sechs sind sich offenbar darüber im klaren, dass mit ihren ausufernden Stücken keine Reichtümer zu scheffeln sind. Sie machen das Beste draus, nämlich einfach das, worauf sie Bock haben, ohne sich irgendwelche Beschränkungen aufzuerlegen. Dazu gehört vor allem, sich Zeit zu lassen und den Songs Zeit zu geben. Dadurch kommen auch härtere Nummern wie "Ira" oder "Rouge" unbekümmert und angenehm unverkrampft rüber. Die ruhige Entwicklung und die ausgeklügelten Arrangements mit ständigen Wechseln von technischen und supergefühlvollen Sax- und Pianoparts halten den Spannungsbogen über die vollen 67 Minuten straff gespannt. Sänger Adrien Gautier fällt auf den ersten Horch ein wenig ab, ist technisch nicht so versiert wie seine Kollegen, bringt dafür aber Emotionen und eine gewisse Verletzlichkeit rüber. Und diese Mischung harmoniert richtig gut! Das ermöglicht weitere musikalische Leckerbissen wie "Insight", eine musikalische Achterbahnfahrt mit eingebauter Maulsperrengarantie, und das famose "Requiem". Die stärkste Viertelstunde auf dieser CD, ein Feuerwerk an Musikalität. Ja, ich würde sogar sagen: Ein kleiner Geniestreich! HYSKAL sind eine vielversprechende Band mit Herz und Köpfchen, die jede Unterstützung verdient. Begriffen?!

Michael Schübeler

 

THE TANGENT » A place in the Queue«

Die ewige Leier vom alles entscheidenden dritten Album fahren auch THE TANGENT im Info zum "A place in the queue" Release auf, ob dem nahezu als Konzeptalbum zu betrachtenden Album der Durchbruch gelingt, liegt an euch: Geboten bekommt ihr ein faszinierendes Coverartwork, eine glöckchenklare, sicherlich schweineteure Produktion sowie Songs, die dem Standard Hard Rocker einiges an Offenheit abverlangt, beginnt doch beispielsweise der zwanzig minütige (!!!) Opener mit einer extrem keyboardorientierten Melange aus Frank Sinatra und alten DREAM THEATER... Kaum vorstellbar? Hört selbst! Die schwedisch-englischen Progrocker fahren nebenher noch eine Fülle extravaganter Sounds auf, so dass ihr euch vor dem Kauf auch auf Mandolinen, Akustikgitarren, Systhesizer, Saxophone, Orgeln und so weiter und so fort einrichten müsst, die hin und wieder recht jazzig, dann wieder bluesig rockend ein wahres Soundkomplott eingehen, dass glücklicherweise immer mal wieder von härteren Gitarren durchsetzt wird und damit einige Spannungsbögen zaubert. Sieben Songs in 79 Minuten ist wahrlich viel Stoff, vor allem aber wie im hier vorliegenden Fall eine extreme Stimmungs-Berg-und Tal-Fahrt. Mal leicht beschwingt, dann zornig herauf beschwörend und unruhig, dann wieder verträumt und verspielt... Schöne Reise! Auf alle Fälle horizonterweiterend!

Dirk

 

THE MOB »The Mob«

Auch eine sogenannte "Supergroup" muß auf ihrem (oftmals einzigen) Album nicht immer auf dicke Hose machen. THE MOB haben 11 Songs aufgenommen, deren Wirkung um einiges subtiler ist als die Paukenschläge ähnlicher Kollaborationen. Klar, wenn Initiator Reb Beach auf seinem Feuerholz loslegt, sorgt seine Versiertheit und ungeheure Variabilität nicht nur bei Gitarristenkollegen für Maulsperren. Aber die Lieder an sich sind überwiegend unspektakulär - oder wirken zumindest so. Zu diesem Eindruck trägt der Gesang von Doug Pinnick einen beträchtlichen Teil bei. Seine unverkennbare Stimme, die Phrasierung und die typischen Melodiebögen rücken die Musik noch zusätzlich in die Nähe seiner Stammformation. Auf "No Reason Why", "I Will Follow", "Wait" und dem sanften Juwel "I Want To Live Forever" klingen THE MOB wie eine Art "KING´S X mit anderer Gitarrenarbeit". Einen interessanten Kontrast dazu bildet der Gesang von NIGHT RANGERS Kelly Keagy auf "The Magic", einer spannungsgeladenen Ballade mit Hymnencharakter. Dagegen wippen "Turn To Stone" und "Never Get Enough", auf denen die Verbindung von "königlichen" Trademarks mit anderen Ingredenzien besonders gut gelungen ist, fröhlich zwischen den Stühlen. Und über allem thront "Love Will Carry On": Ohne jeden Zweifel der Überhammer auf dieser Scheibe, eine Sahnekomposition der Kategorie "Ohne Worte". Mächtig. Virtuos. Ergreifend. Muß man hören! Vervollständigt wird dieser Silberling durch ein kurzes Intermezzo von Reb Beach (ironisch "Guitar Solo" betitelt) sowie das "richtige" Instrumentalstück "Spaghetti Western" mit knalliger Vollinstrumentierung. Ach ja, die Baßparts hat übrigens NICHT Pinnick eingespielt, wie man denken könnte, sondern Produzent Kip Winger - in 2 Stunden!!! Eine unglaubliche Leistung, die ein weiteres Mal mit allem Nachdruck belegt, was für ein grandioser und saumäßig unterbewerteter Musiker der vermeintliche Schönling ist.

Bei Musikliebhabern aller Art dürfte das schleichende Gift von THE MOB seine Wirkung nicht verfehlen. Ist vielleicht nicht die erwartete Sensation, aber verdammt gut!

Michael Schübeler

 

MADELEINE »Boy/man«

Ganz netter Underground-Emorock aus Deutschland kommt von MADELEINE, die uns "Boy/man" vorlegen. Kurioserweise veröffentlichen die Bonner ihr Scheibchen über das englische Label Engineer Records, was für den angestrebten "Aufstieg" der Band spricht. Insgesamt recht weich und mit zurückgenommener Härte zockt der Vierer irgendwas zwischen COLDPLAY, Frühstücksradio Zeug und Studentenrock, was zwar schön produziert, in der dargebotenen Form jedoch wenig innovativ und eher bereits bekannt klingt. Mal melancholisch, mal poppig ist der Release für mich bei aller Offenheit zum Independent nur bedingt interessant für mich. Sieben Songs lang gibt es deutsch getünchten Brit Pop-Rock, der immerhin dafür ausreichte, unter anderem mit THE DARKNESS, auf dem Rheinkultur Festival, STEREOPHONICS oder PALE zu spielen. MADELEINE haben mir zu wenig Biss, dafür bringe ich einfach nicht die nötige Offenheit mit. Ganz nett und weich, insgesamt zu wenig mitreissend und vorhersehbar, wenn auch mit einer eingermaßen hohen Spielkultur gesegnet. Nicht mein Ding. Mehr Infos unter www.finestnoise.de

Dirk

 

THE SAVOY TRUFFLE »Roadhouse Boogie«

Jeder kennt Songs, bei denen man sich wünscht, sie gingen nie zu Ende. Glaubt es oder nicht, "Roadhouse Boogie", der bereits fünfte Output von THE SAVOY TRUFFLE, enthält gleich mehrere Exemplare dieser raren Spezies. Der Einstieg "Out In The Rain" gehört noch nicht unbedingt dazu, bietet aber gleich alles, was der Southern Rock-Junkie an "seiner" Musik liebt: süffige, ebenso deftige wie warme Akkorde, wahlweise auf der E- oder Slidegitarre mit virtuosem Bottleneck-Einsatz gespielt, ein höllisch groovendes Schlagzeug, das bei Bedarf aber auch locker durchswingen kann. Endgültig zu etwas Besonderem machen "Roadhouse Boogie" die "artfremden" Einflüsse, die THE SAVOY TRUFFLE als Japaner zwangsläufig mitbringen. Dadurch kommt vieles lockerer, eben beschwingt rüber, etwa der "Lowdown Blues" mit seinen lässigen, kurz angerissenen Akkorden. Am Anfang von "Chevrolet" - übrigens die einzige Fremdkomposition auf "Roadhouse Boogie" - wird man von Percussionist Taro Takagi gar für einen (viel zu kurzen!) Moment in die Südsee entführt! Dann holt der fast wie ein Ami röhrende Sänger Monji Kadowaki die Harmonica raus, der Zug gerät richtig unter Dampf, und es beginnt eine Art "Schrammelspaß mit Schrummel-Baß". Ein Fest für Freunde der tiefen Töne! Bei "I´ll Never Know" bildet der fast bedächtige Mittelteil einen coolen Kontrast zum leicht hektischen Grundbeat, der das Stück dominiert und - auch aufgrund der unorthodoxen Spielweise - seine Wurzeln tief in den Siebzigern hat. Das folgende "Bring You Down" bietet diesbezüglich noch eine Steigerung; das Teil ist Seventies pur und scheint förmlich in dieser Ära gebadet zu haben!

Allein schon das Riesensolo in "Don´t Beat Around The Bush" und der kommende Southern-Klassiker "Until You Can Feel It" lohnen den Kauf dieser Scheibe. Diese herrlich singende Gitarre, deren Melodien sich im Kopf festsetzen wie sonst ganze Songs, trägt einen weit, weit fort. Die Art, wie Toshihiro Sumitomo sein Instrument einsetzt, erinnert überdies an einen glänzend aufgelegten SANTANA, und das ist ja auch nicht das Schlechteste, oder?

Es wäre THE SAVOY TRUFFLE zu wünschen, dass sie mit "Roadhouse Boogie" über die Genregrenzen hinaus ein bisschen bekannter werden. Die Chancen dazu stehen, zumindest von der musikalischen Leistung her, ausgesprochen gut, denn einmal gehört wird diese kleine Perle jeden Liebhaber handgemachter Rockmusik unweigerlich in ihren Bann ziehen. Und die großen Gefühle gibt´s gratis dazu!

Michael Schübeler